Sodbrunnen Gut Hochstross

Abb. 1

Sodbrunnen Gut Hochstross

Abb. 2

Sodbrunnen Gut Hochstross

Abb. 3

Sodbrunnen Gut Hochstross

Abb. 4

Sodbrunnen Gut Hochstross

Abb. 5

Sodbrunnen Gut Hochstross

Abb. 6

Sodbrunnen Gut Hochstross

Abb. 7

Sodbrunnen Gut Hochstross

Abb. 8




Aus der Bauzeit des Zeka-Gebäudes


Mehrere aktive Mitglieder und Vorstandsangehörige gruben in über 60 Arbeitsstunden den Bodenschlick des Sodes aus. Jetzt ist der Grund erreicht: ein grosser hölzerner Reif, der wohl als Schablone diente, um den Brunnenschacht möglichst rund und widerstandfähig gegen Druck aufbauen zu können. Man stiess auf den Reif in einer Tiefe von 3 Metern ab Boden der Tiefgarage. Der ganze Sod muss also 6.5 Meter tief gewesen sein. Die gefundenen Gegenstände, meist Scherben, sind kaum vor 1886 in den Brunnen gelangt; denn damals wurde die Dättwiler Wasserversorgung gebaut und damit der Sod überflüssig.

Das Gut musste dem Wohnhaus Aargau des Zeka weichen, in welchem auch öffentliche Räume geplant sind. Der Sodbrunnen lag fünf Schritte vor der westlichen Giebelwand der Hochstrasse-Scheune und war zuletzt aus Sicherheitsgründen mit zwei Betonplatten zugedeckt.



Abb. 1: Der Sodbrunnen wurde um 3.50 Meter geköpft. Nur schon die Steine dieser oberen Hälfte bildeten einen ansehnlichen Haufen.



Abb. 2: Stand Oktober 2008: 3.50 Meter des Schachts sind abgetragen und mit einer Splitfüllung geschützt. Die Bretter dienten seinerzeit zum Abstützen der Baugrube und blieben im feuchten Boden erhalten.



Abb. 3: Stand Januar 2009: Der Split wird abgesaugt, der den Sodbrunnen während der Erdarbeiten geschützt hat. Der Schacht mit dem neu aufgemauerten obersten Steinkranz, rundherum der Stahlring für die Aufnahme der Glasplatte.



Abb. 4: Die Kreisschablone aus Holz. Sie ist nur wenige Zentimeter dick, kann also nicht die Last des ganzen Schachtes getragen haben, wie man zuerst meinte.



Abb. 5: Knapp 3 Meter tief ist der verbliebene Brunnenschacht.



Abb. 6 und 7: Gegenstände aus dem Bodenschlick. Ein Schuh, Glasobjekte, ein Schamottstein von einem abgebrochenen (Kachel-?) Ofen, Ziegelfragmente. Draht und Röhrchen einer Elektro-Installation müssen wohl aus dem 20. Jh. stammen.



Abb. 8: Der Schlick ist fast ausgegraben. Fürs Arbeiten im engen Schacht musste die Leiter jeweils heraufgezogen werden. Der Ausgräber war auf die Kollegen angewiesen.


Weitere Funde auf den Ansichtskarten (PDF 0.4 MB)

Siehe auch Dokument XII: «Milch - Brot - Most. Zum Gut Hochstross und seinem Sodbrunnen»





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